Autor/in: Jenny
Downham
Verlag: Goldmann
Ausgabe: Softcover
Preis:
8,95
€
Klappentext:
Die
16-jährige Tessa hat Leukämie, und die Ärzte machen ihr nur noch
wenig Hoffnung. Aber Tessa will leben, wenigstens in der Zeit, die
ihr noch bleibt. Sie schreibt an ihre Zimmerwand zehn Dinge, die sie
tun will, bevor sie stirbt: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag
berühmt sein, etwas Verbotenes tun...
Und
dann trifft sie Adam, und er ist der Erste, der sie versteht. Tessa
spürt, dass sie etwas mit Adam verbindet, doch sie wehrt sich
dagegen. Und dann begreift sie, dass sie zum ersten Mal verliebt ist.
Aber darf man lieben, wenn man stirbt?
Eigene
Meinung:
Eigentlich
mache ich um Bücher mit solchen Krankheitsgeschichten einen großen
Bogen. Dann wurde bei einer Bekannten von mir eine bisher unheilbare
Krankheit diagnostiziert. Kurz darauf wurde mir dieses Buch
empfohlen. Irgendwie hab ich mir dann gedacht, dass ich es doch
einfach mal probieren sollte.?! Und was soll ich nun sagen? Hat
es sich gelohnt? Ich denke schon.
Wie
der Klappentext schon verrät, bekommen wir es hier mit Tessa,
einem 16-jährigen Mädchen, zu tun, welches dem Leser ihre
persönliche Geschichte erzählt. Der Sprachstil ist demnach als sehr
jugendlich, locker und - bis auf die Textpassagen bezüglich
Ärztegesprächen - sehr "leicht" zu beschreiben.
Zum
Zeitpunkt des Einstiegs der Geschichte ist Tessa bereits
seit vier Jahren in Behandlung. Nun aber erfährt sie, dass sie nicht
mehr lange zu leben hat. Zusammen mit ihrem kleinen Bruder Cal,
der das Ausmaß der Erkrankung nicht wirklich begreift, lebt sie bei
ihrem Vater, welcher wiederum alles Erdenkliche versucht, um seiner
Tochter noch ein mögliches langes, aber schönes Leben zu gewähren,
und einfach nicht loslassen kann.
Wer
jetzt damit rechnet, es die ganzen nächsten 315 Seiten mit einer
todtraurigen Leidensgeschichte eines sich selbst ziemlich
bemitleidenden Mädchens zu tun zu kriegen, hat sich geirrt!
Denn
Tessa selbst kommt mit ihrer Lage eigentlich
recht gut zurecht und entschließt sich dazu, ihrem Leben einen Sinn
zu geben. Mit der Unterstützung ihrer besten Freundin Zoey und
sehr zum Ärgernis ihres Vaters versucht sie, - ohne Rücksicht auf
Verluste - das Beste aus ihrem Leben zu machen und die ihr noch
verbleibende Zeit so schön, lebensfroh und erfüllt wie möglich zu
verbringen. Also erstellt sie eine Liste mit vielen Punkten -
Auszüge daraus wurden auch schon im Klappentext erwähnt -, welche
die beiden nacheinander abarbeiten und erweitern. Hier war ich
zunächst skeptisch, da viele der Wünsche irgendwie unreif,
unüberlegt oder einfach "bockig" klangen, aber sobald man
erst einmal in die Geschichte eingetaucht ist und sich mit
ernsthaft Tessa
auseinander gesetzt hat, sind sie schlicht und ergreifend nur
nachvollziehbar.
Häufig
erscheint Tessa einem in ihrer Art und im Umgang mit anderen gemein,
forsch oder rücksichtslos, aber das ist wohl auf Grund ihrer
Hilflosigkeit und Wut über dieses - ihres - perfiden Schicksals
verständlich. Wer weiß, wie man selbst über so viel
Ungerechtigkeit im Leben reagieren würde??? Trotz allem überwiegt
in ihr die Lebensfreude und so meistert sie viele Situationen durch
Witz und Ironie, sodass ich beim Lesen doch mehrfach laut auflachen
musste.
Alles
in Allem muss ich sagen, dass mich dieser Roman überrascht, mich
motiviert und mir gezeigt hat, wie lebendig man sein oder eben nicht
sein kann.
Natürlich
bleibt einem das Grübeln über diese ungerechten Schicksale der Welt
nicht aus, doch gleichzeitig fordert es einen dazu auf, über das
eigene Leben, dessen Einzigartigkeit und eben unsere, eigene (!)
Chance, es zu gestalten, nachzudenken - und eventuell eine eigene
Liste mit zu erledigenden, vielleicht nicht ganz so waghalsigen
Dingen anzufertigen :)
Wertung:
4,5
/ 5: Ein lebensfroher Roman mit einer sehr lebendigen, wortwitzigen
Protagonistin, der in Erinnerung bleibt.

Wow, sehr schöne Rezi! Ich hab sie zwar nur überflogen, weil ich es selber bald lese (und mich schon übelst darauf freue *_*), aber trotzdem super toll!!!! *___*
AntwortenLöschenLG Elli
Ich hab es damals gelesen als es raus kam. Aus persönlichen Miterlebnis eines sterbenden Menschen muss ich sagen das ich es nicht geschaft habe dieses Buch zuende zu lesen. Nur den Anfang hab ich geschaft und mir tat es in der Seele weh wie gleichgültig sie dem Leben am anfang rüber kommt also nicht das ich es ihr nicht gönnen will das sie tut was sie will aber so wie sie es beschreibt kommt es für mich so rüber. So kam es mir leider vor. Ich denke ich werde es in ein oder zwei Jahren nochmal lesen vllt schaff ich es durchzulesen und habe dann eine andere meinung zu ihr.
AntwortenLöschenTut mir leid habe ganz vergessen zu schreiben das deine Rezi ganz toll ist und ich denke das ich das Buch, durch deine Rezi doch noch eine Chance in ein oder 2 Jahren geben will.
AntwortenLöschenTolle Rezi!! :)
AntwortenLöschenAber ich mag das Buch trotzdem nicht :D
Ein riesengroßes Dankeschön an alle :)
AntwortenLöschenJa, wie gesagt, Herr Jan :) Tessa ist wirklich schwer lieb zu gewinnen und verärgert einen durch ihre Art doch immer mal wieder, aber alles in allem gesehen - mit etwas Abstand zu ihr und den Fokus auf die ganze Geschichte genommen finde ich das Buch schon gelungen. Tessa würde wohl eher 1-1,5 Sterne kriegen :DD
http://dinchens-buecher-wunderwelt.blogspot.de/2012/07/ich-habe-eine-award-bekommen-d-sinn-und.html
AntwortenLöschenDu hast einen Award bekommen :D
:DD Super, wie genial ist das denn ^^ Vielen lieben Dank! :))
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