a room without books is like a body without a soul.

Sonntag, 29. Juli 2012

Jonas Wolf - Heldenwinter



Autor/in: Jonas Wolf
Verlag: Piper
Ausgabe: Softcover Edition
Preis: 12,99 €

Klappentext:
Jede Legende hat ihre Helden. Jeder Schüler hat seinen Meister. Und jeder Meister hat ein dunkles Geheimnis...
Seit Jahrhunderten leben die Halblinge geborgen auf den von Gebirgszügen umringten Immergrünen Almen. So auch der junge Schmiedegeselle Namakan, der als Findelkind aufgewachsen ist. Als wie aus dem Nichts eine Kriegerhorde erscheint, unter den Halblingen wütet und die Almen verwüstet, nimmt Namakan das Schicksal gemeinsam mit seinem Meister in die Hand. Aber der Meister verbirgt eine gefährliche Wahrheit vor Namakan. Und ihre Feinde, der grausame König Arvid und der Krieger in Weiß, sind übermächtig. Zum Wohl aller Völker zieht Namakan dennoch in das größte Abenteuer, das je ein Halbling erlebt hat.

Eigene Meinung:
"Für alle Fans von Tolkiens 'Der kleine Hobbit'" ?! Nein, also ehrlich - finde ich überhaupt nicht. Meine Euphorie über dieses Werk ist nahezu bei jeder gelesenen Seite gesunken. Um ehrlich zu sein, kann ich die ganzen positiven Meinungen über diesen Roman überhaupt nicht nachvollziehen. Aber fangen wir ganz vorne an: Meine Motivation entstand neben der ganzen gelesenen, positiven Rezensionen und dem eigentlich vielversprechend klingenden Klappentext durch das irgendwie eindrucksvolle Cover - der in kalten Farben gehaltene Hintergrund, von welchem sich dann der vermutete Protagonist durch einen roten Mantel abhebt (hat etwas vom Filmklassiker Schindlers Liste..) zieht irgendwie an, und obwohl dort ein Schneesturm und ein vielköpfiges Kriegsheer wabert, lassen sich beim genauen Hingucken viele Details erkennen.
Die Idee des Werks ist an und für sich keine schlechte, aber dennoch ist mir einfach zu wenig aktuell passiert. Der eigentliche KERN des Ganzen wird erst auf Seite 485 enthüllt - das Buch hat immerhin 508.. Ganze Textpassagen, die zwar irgendwo Spannung beherbergen und den Leser zu fesseln versprechen, sind nur Erzählungen des Meisters von Namakan - und somit liegen der Ausgang dieser Scharmützel oder Geschichten einfach auf der Hand, da zum Teil auch schon vorher über andere beteiligte Personen und deren momentanen Aufenthaltsort / Gesundheitszustand berichtet wird. Klar passieren den Gefährten ein paar brenzlige Situationen, aber hier vermag der Stil trotzdem nicht zu packen. So war ich nach einiger Zeit von Namakans Meister mehr als genervt, da sämtliche Versuche des Autors, Witz in die Geschichte zu bringen, darin bestanden, dass der Meister über Namakans Gemächt herzog oder derbe - entschuldigt den Begriff - Scheißhaussprüche oder sexistische Anmerkungen bezüglich Weibsbilder / Sexerlebnisse los ließ. Haha. Anfangs konnte man ja noch darüber schmunzeln, aber insgesamt habe ich dem ganzen einfach nichts abgewinnen können, da lustig-gemeinte Szenen stets das gleiche Niveau sowie Inhalt bargen, spannende Augenblicke viel zu schnell vorüber waren und sonst einfach nicht ernsthaft was passiert ist.
Wenn ich meine Versuche schätzen müsste, die ich gebraucht habe, um diesen Roman zu Ende zu lesen, würde ich auf drei oder vier tippen - jedenfalls habe ich immer wieder abgebrochen und mir erstmal was anderes vorgeknöpft.
Von mir also nur eine Leseempfehlung für Leute, die auf diese Art von Humor stehen und es schaffen, sich mit blühender Fantasy kaum beschriebene Actionszenen detailfüllend auszumalen vermögen.

Wertung:
1,5 / 5: Eine wirklich gute Idee, schlecht verpackt und nicht fesselnd erzählt. Ich überlege, den Roman bei rebuy reinzustellen, da ich ihn definitiv nicht noch einmal lesen werde.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen